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"NICHTWISSEN", |
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"NICHTWISSEN"
Für das neue Institut für Denkmalpflege an der ETH Zürich Hönggerberg habe ich in Zusammenarbeit mit Thomas Hannibal eine temporäre Arbeit, gewissermassen zum Einstand des Instituts, entwickelt und ausgeführt. Nach einer Konzeption der Institutsleiterin Frau Prof. Hassler wurden zwei an exponierter Stelle befindliche gläserne Fassaden genutzt, um mittels aufgemalter Schrift die Lehrstuhlräume zu kennzeichnen, aber auch den Betrachter zu körperlicher und natürlich geistiger Bewegung zu bringen. So arbeitet die weisse Schrift mit der Transparenz der beiden Glaswände, zwischen denen der Lehrstuhl arbeitet, und der spiegelbildlichen Wiederholung der beiden auf jeweils einer Wand übereinanderliegenden Worte NICHT und WISSEN. Das ermöglicht dem Betrachter in Bewegung verschiedene Lesarten und die Erfahrung von šberlagerungen sowie Distanzen unterschiedlicher Ebenen. Die Buchstaben erzeugen ausserdem durch ihre Höhe von ca. 1,50 m Masstäblichkeit, was die visuelle Irritation etwas dämpft. Klar wird, dass Schlegel Recht hat; mit dem Wissen wächst das Nichtwissen auch.



